Homeoffice und Homeschooling – ein Erfahrungsbericht Teil

Homeoffice und Homeschooling – ein Erfahrungsbericht Teil 2

Haushalt managen, Aufgaben aufteilen und gleichzeitig wichtige Telefonate führen, E-Mails durchforsten sowie Meetings vor- und nachbereiten - der Alltag eines jeden arbeitenden Elternteils im Homeoffice mit Kindern im Homeschooling. Die „Kids“ unserer Kollegin Ute Schulte-Günne sind beide erwachsen und Studenten. Wie unterscheidet sich hier der Alltag zu noch schulpflichtigen Kindern? Welche Erfahrungen konnte sie mitnehmen? Das und mehr erfahren Sie im Folgenden.

Liebe Ute, bei Dir im Homeschooling sind die „Kids“ erwachsen und haben Uni-Vorlesungen statt Schulunterricht. Wie sieht da der Alltag aus?

Meine Tochter ist 19 Jahre, hat letztes Jahr „Corona Abitur“ gemacht und studiert seit Oktober 2020 in Köln. Mein Sohn ist 21 Jahre und studiert ebenfalls in Köln. Ich bin sehr froh, dass ich erwachsene und selbständige Kinder habe, die eigenständig im Homeschooling lernen und sich grundsätzlich auch selbst versorgen können. Da meine Kinder zu unterschiedlichen Zeiten Vorlesungen haben, hat jeder seinen eigenen Tagesrhythmus, für gemeinsame Mahlzeiten spricht man sich ab. Spätestens dann, wenn das Netz erneut überlastet ist, weiß ich: Jetzt sind alle aufgestanden und haben Uni.

Trotzdem ist es für Jugendliche eine enorme Umstellung evtl. wieder zu Hause „einzuziehen“ und das selbstbestimmte, freie Studentenleben mit allen Vorzügen erst einmal auf Eis zu legen. Kommilitonen und Dozenten werden nur noch online kontaktiert und frisch Studierende haben ihre Universität seit Studienbeginn noch nicht von innen gesehen.

Und wie teilt Ihr Arbeiten im Haushalt unter Euch auf? Hat jeder seine Aufgaben?

Haushaltstätigkeiten obliegen zum größten Teil mir, gerade in Punkto einkaufen, kochen, waschen, putzen, hilft eine gute Organisation. Der Essensplan für die folgende Woche steht am Sonntagabend, eine Herausforderung in jederlei Hinsicht: gesundes Essen, was sich schnell zubereiten lässt und was jeder mag, täglich auf den Tisch zu bringen.

Tatsächlich fallen Kinder gern an der Türschwelle in alte Verhaltensmuster, denn gebucht war „all inclusive mit Wäschepaket“.

Aber jeder unterstützt wo er kann: mein Sohn bei EDV Fragen und meine Tochter reicht ab und zu leckere Eigenkreationen an Kuchen oder Mittagessen durch die Tür in mein Homeoffice-Büro.

Das klingt richtig lecker! Was zaubert sie denn so in der Küche?

Tatsächlich kocht und backt meine Tochter sehr gut und gerne, wenn sie Zeit hat. Sie holt sich Anregungen aus dem Netz, probiert viel aus. Es kommen gesunde Sachen auf den Tisch und ich freue mich sehr, dass ich hin und wieder bekocht werde. Nur das Aufräumen danach fällt schwer…

Wie hast Du die „Home-Uni“ empfunden? War es eine gute Lösung? Würdest du es wieder so machen?

Natürlich war es am Anfang eine Umstellung, nach längerer Zeit wieder vereint unter einem Dach zu wohnen, sich neu zu organisieren und alle Herausforderungen des alltäglichen Lebens gemeinsam zu meistern. Ich empfinde es aber grundsätzlich immer als Bereicherung, wenn meine Kinder zuhause sind.

Ich bin froh, dass meine Kinder erwachsen und selbständig sind, gerade in dieser herausfordernden Zeit. Die tägliche Last für Erziehende, Unterstützung im Homeschooling zu leisten, so dass keine großen Lücken entstehen und gleichzeitig im Homeoffice und Haushalt alle Aufgaben zu bewältigen, ist jeden Tag ein Balanceakt. Die Rolle des Motivators, Seelsorgers und Organisators zu übernehmen ist für Erziehende über einen so langen Zeitraum sehr kräftezehrend. Dabei ist das eine Rolle von vielen.

Jede Veränderung, bedingt durch Corona, birgt jedoch Vorteile und Chancen. Ich sehe es positiv, dass wir gerade unter einem Dach wohnen, uns unterstützen und trotz der Pandemie das Beste aus der Situation machen.

Zeit kann man nicht wieder aufholen.

Ute Schulte-Günne

Ute Schulte-Günne

Business Development Manager

Ute ist unser neustes Teammitglied. Seit Februar 2021 bereichert sie uns mit ihrer positiven und zupackenden Art sowie ihren Ideen und ist stark in der Akquise unterwegs. Sie kommt ursprünglich selbst aus dem Außendienst in der Medizintechnik und hat so ein tiefes Verständnis für die Wünsche und Bedürfnisse von Unternehmen, die ihren Außendienst besetzen wollen.

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