Outplacement - jetzt steuerfrei

Berufliche Neuorientierung – jetzt steuerfrei

Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit und Kompetenzen sind bereits seit 2019 steuerfrei. Dazu gehören beispielsweise Computerkurse, Sprachkurse oder Weiterbildungen. Diese Regelung beinhaltete bisher keine Beratungsleistungen, die der beruflichen Neuorientierung dienen. Die Übernahme der beruflichen Neuorientierung stellte bisher noch einen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Das wurde nun neu geregelt.

Gesetzesänderung im Jahressteuergesetz – Outplacement wird steuerfrei

Mit der Gesetzesänderung im Jahressteuergesetz 2020 vom 01.01.2021 (v. 21.12.2020, BGBl 2020 I S. 3096) fallen auch Leistungen der beruflichen Neuorientierung in die Kategorie der Arbeitsfähigkeitsverbesserung. Egal ob der Arbeitsgeber diese selbst leistet oder einen Dritten dazu beauftragt. Sie gelten ab sofort nicht mehr als geldwerter Vorteil und sind daher nicht steuerpflichtig.

Damit ist auch eine gewährte Outplacement-Beratung steuerfrei. Sie kann dem beendeten Arbeitsverhältnis nicht zugeordnet werden und zählt auch nicht zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt (§ 14 Abs. 1 SGB IV). So gilt diese Beratung nun durchaus als Alternative mit Mehrwert gegenüber einer Abfindung - sowohl als persönliche und berufliche Weiterentwicklung für den Arbeitnehmer als auch als steuer- und sozialversicherungsfreies Angebot seitens des Arbeitgebers.

Arbeitnehmer, die ein Outplacement selbst bezahlen, können diese Ausgaben in ihrer Einkommensteuererklärung als Werbungskosten geltend machen.

Doch egal, ob aus eigener Tasche gezahlt oder vom Arbeitgeber finanziert, für beide Optionen gilt: sie betreffen weiterhin ausschließlich Themen und Leistungen zur beruflichen Weiterbildung und Entwicklung. Kurse und Leistungen mit Belohnungscharakter zählen immer noch als privates Vergnügen und müssen versteuert werden.

Zeitpunkt des Outplacements

Es spielt keine Rolle, wann die Outplacement-Beratung erfolgt. Sie darf bereits vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beginnen oder ganz durchgeführt worden sein. Sie darf aber auch im Anschluss stattfinden. In der Regel ist die genaue Vereinbarung ebenso im Aufhebungsvertrag verankert wie die Wahl des (externen) Outplacement-Beraters, der den Trennungsprozess gemeinsam mit dem Mitarbeiter aufarbeitet.

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