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Kleider machen Karriere - im Vorstellungsgespräch überzeugen

Nun haben Sie also auf dem Papier überzeugt und die Personaler oder vielleicht sogar schon die Geschäftsleitung möchten Sie kennenlernen. Sie wollen die Stelle - Sie wollen überzeugen, von sich, von Ihrer Persönlichkeit, von Ihrem Fachwissen.

Eine Person live und in Farbe zu erleben ist natürlich etwas ganz anderes, als den Lebenslauf und das eventuelle Anschreiben zu studieren.

Es gibt nur eine Chance für den ersten Eindruck. Dieses Sprichwort haben Sie sicher schon gehört und es hält sich. Weil es eben wahr ist. Natürlich spielt Fachwissen eine große Rolle im Bewerbungsgeschehen. Auch Ihre Persönlichkeit ist immens wichtig. Mit Ihrer Kleidung können Sie beides unterstreichen und sowohl Ihre Professionalität als auch sich als Person zeigen. Und genau darum geht es bei der Wahl der richtigen Kleidung im Vorstellungsgespräch.

Welche Kleidung eignet für das das Vorstellungsgespräch?

Was sollte man also im Vorstellungsgespräch am besten tragen? Weder das Herz auf der Zunge noch die bequeme Freizeit- und Sportkleidung am Leib, selbst wenn Sie in Ihrer Freizeit Marathon laufen oder praktische Kleidung zur Gartenarbeit bevorzugen. Das spiegelt Ihre Persönlichkeit, aber es geht nun um den ersten Eindruck und auch darum, wie das Gespräch weiter verläuft. Schließlich wollen Sie in Ihrer Berufslaufbahn und Karriere einen Schritt vorankommen.

Das Outfit sollte auf jeden Fall zum Job passen. Das unterscheidet sich grundsätzlich bei Männern und Frauen nicht. Und es soll Wertschätzung für Ihren Gesprächspartner ausdrücken.

Kennen Sie die Kleiderordnung oder das Kleidungsverhalten der zukünftigen Kollegen? Es lohnt sich, einen Blick auf die Website oder in die LinkedIn- und Xing-Profile der aktuellen Mitarbeiter zu werfen, um eine Idee zum bevorzugten Stil innerhalb des Unternehmens zu gewinnen.

Männer können generell mit einer Kombination aus Hose, Hemd und Sakko oder einem Anzug nichts falsch machen. Frauen liegen mit der Wahl von Anzughose oder Rock mit Bluse und Jacke oder einem Kleid mit passendem Blazer auf jeden Fall richtig. Das Ganze in gedeckten Farben, so können Sie beim Vorstellungsgespräch punkten.

Auf große Punkte auf dem Sommerkleid, auf das Hawaiihemd, zu große Ausschnitte, tiefe Einblicke und knallige Farben sollten Sie aber verzichten. Es geht immer noch ums Geschäft. Immerhin sollen Sie ja das zukünftige Aushängeschild des Unternehmens werden und nicht auf den aktuellen Laufstegen in Mailand stolzieren.

Zu viele Muster, grelle Farben und Dekorationsartikel bringen Unruhe mit sich, lenken Ihr Gegenüber von Ihnen und dem, was sagen, ab. Sie möchten die Aufmerksamkeit auf sich und Ihr Können ziehen und nicht von sich ablenken.

Ihre Kleidung sollte als zum Unternehmen und zu Ihrem Wunschberuf passen. Natürlich gibt es Unterschiede je nach Branche (Finanzen, Vertrieb oder kreative Bereiche) und der angestrebten Verantwortungsstufe (Führungsposition oder mittlere Management-Ebene).

Finanzwesen (Führungsposition)

Für Jobs auf der mittleren (Management-)Ebene, im Projektmanagement oder im Back-Office-Bereich darf die Kleidung etwas lässiger sein, wenn auch noch immer korrekt gewählt. Dezente Farben, unauffällige Muster und bewährte Kombinationen passen immer gut. Der Herr darf durchaus auf die förmliche Krawatte verzichten, dann sollte aber am besten der obere Knopf am Hemd geöffnet sein. Auch hier gilt, richten Sie sich nach der Unternehmensphilosophie Ihres zukünftigen Arbeitgebers. Junge Start-Ups treten vielleicht lässiger auf als große Technologie- und Technikunternehmen.

Projektmanager, Vertrieb (mittlere Management-Ebene)

Wenn Sie sich für eine Führungsposition vorstellen, dann entscheiden Sie sich am besten für formelle und klassische Kleidung. Dunkles Outfit für Herren oder ein elegantes Kostüm oder Hosenanzug für Damen ist stilsicher gewählt. Hemd und Bluse in dezenten, möglichst hellen Farben und ohne Muster sollten natürlich dazu passen. 

Kreative Bereiche, Marketing, Mediengestalter

Den kreativen Köpfen und Berufen sind ein paar zusätzliche Freiheiten erlaubt. Der persönliche Stil darf hier deutlich präsentiert werden. In einer hochwertigen Jeans zu erscheinen ist nicht unüblich, aber bitte ohne Löcher, egal ob gewollt oder gescheuert.

Checkliste für die perfekte Kleiderwahl

Trotz aller Unterschiede je nach Branche und der Position, für die man zukünftig stehen möchte, kann man eine allgemein geltende Checkliste beachten.

Damit beeindrucken Sie

✓ Gute Passform der Kleidung, in hoher Qualität und ohne Kaffeefleck, gerne elegant

✓ Abgestimmte Farbwahl, nur ein Kleidungsstück mit Mustern, sonst wirkt es unruhig, keine weißen und durchschimmernden Hosen

✓ Richtige Kleiderlänge (mindestens bis knapp übers Knie, idealerweise über das Knie reichend, keine ärmellosen Kleider, Ausschnitt eher konservativ)

✓ Dezente Schuhwahl – in jedem Fall frisch geputzt und gepflegt

✓ Dezente Taschen, Bewerbungsunterlagen in einer Mappe für mehr Ordnungssinn

✓ Lieber weniger Schmuck als zu viel

✓ Dezentes Make-up, gepflegte Frisur

In Studien hat sich bewiesen, dass formelles Outfit Kompetenz ausstrahlt und die Person ernster genommen wird, als im Freizeitlook. Eine Nuance formeller als im Alltag darf es also gerne sein.

Das sollten Sie vermeiden

✓ Parfumwolke oder die Knoblauchfahne von gestern Abend, im schlimmsten Falle beides zusammen

✓ Highheels, Birkenstocks oder Urlaubssandalen

✓ Zu enge oder zu kurze Kleidung

✓ Comicmuster, es sei denn, Sie bewerben sich bei Walt Disney

Die Wirkung der Farben nutzen

Kennen Sie die Wirkung von Farben? Auch dieses Wissen können Sie bei Vorstellungsgesprächen und allen wichtigen Anlässen gezielt einsetzen.

Blau: Vertrauen, Gelassenheit, Ruhe, Seriosität (perfekt für den ersten Eindruck)

Braun: Ruhe, Bodenhaftigkeit, Neutralität

Grau: Eleganz, Erfahrung

Rot:  Energie, Leidenschaft, Emotion, Feuer, zieht den Träger ins Rampenlicht

Schwarz: Autorität, Kraft

Weiß: rein, ehrlich, einfach

Das Outfit für Online Bewerbungsgespräche

Für Online Bewerbungsgespräche lassen sich die gleichen Regeln anwenden wie bei einem persönlichen Treffen. Auch hier sollten Sie sich vorab Gedanken über Ihre Erscheinung machen.

Kleiden Sie sich nicht nur für den Bereich oberhalb der Kamera besonders, wählen Sie besser ein komplettes Outfit. Wissen Sie genau, ob es nicht doch an der Tür klingelt oder Sie schnell aufstehen müssen? Wie gekonnt könnten Sie dann die bequeme Jogginghose aus den Zeiten des Homeoffice verstecken, ohne verkrampft zu wirken?

Bleiben Sie Sie selbst

Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie sich selbst wohl fühlen. Denn wer sich wohl fühlt, strahlt genau das aus, wirkt selbstbewusst und sicher.  Die Kleidung verrät einiges über den, der sie trägt.

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